Erst eindämmen, dann bereinigen
Verknüpfungsvirus vom USB-Stick und PC entfernen
Wenn Ordner plötzlich wie Verknüpfungen aussehen, klicken Sie nicht weiter. Prüfen Sie zuerst den Stick, danach den Rechner und stellen Sie Daten erst am Ende wieder sichtbar.

Warum die Reihenfolge entscheidend ist
Viele sogenannte Verknüpfungsviren verstecken die echten Ordner und legen ähnlich benannte .lnk-Dateien an. Öffnet man eine solche Datei, kann vor dem erwarteten Ordner ein Skript oder Programm starten. Ein einzelner defekter Link ist dagegen nicht automatisch Schadsoftware.
1. Trennen
Weitere Wechselmedien entfernen und den betroffenen Stick nicht an andere Rechner weiterreichen.
2. Prüfen
Vollständige Prüfung mit nachvollziehbarer Datei- und Ordnerzahl durchführen und Defender ergänzend verwenden.
3. Wiederherstellen
Verdächtige Verknüpfungen isolieren, danach versteckte Benutzerdaten sichtbar machen und sauber sichern.
Die sichere Reihenfolge
- Öffnen Sie unerwartete Verknüpfungen nicht per Doppelklick.
- Prüfen Sie den betroffenen USB-Stick und anschließend den Windows-PC, an dem er verwendet wurde.
- Kontrollieren Sie Ziel, Argumente und Laufwerksbuchstaben, bevor Sie etwas verändern.
- Verschieben Sie verdächtige Funde zuerst in Quarantäne, statt sie sofort endgültig zu löschen.
- Stellen Sie versteckte Dokumente erst nach der Prüfung wieder sichtbar und sichern Sie wichtige Dateien auf einem sauberen Datenträger.
Wichtig: Ein attrib-Befehl macht Dateien sichtbar, entfernt aber keine aktive Schadsoftware. Kopieren Sie keine Befehle mit einem ungeprüften Laufwerksbuchstaben.
So wird es im deutschen Windows angezeigt
Öffnen Sie auf Windows 10 oder 11 „Windows-Sicherheit“ → „Viren- & Bedrohungsschutz“ → „Scanoptionen“. Merken Sie sich den Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks im Datei-Explorer; raten Sie ihn niemals.
